Kurzvorstellung des FFH-Gebietes DE 2645-301 "Serrahn"

Aufgrund des Vorkommens seltener Arten und Lebensräume wurden große Teile des Müritz-Nationalparks 2004 als besonderes Schutzgebiet der FFH-Richtlinie ausgewiesen. Der Standarddatenbogen (SDB) des FFH-Gebietes DE 2645-301 "Serrahn" führt 11 unterschiedliche Lebensraumtypen (Abkürzung: LRT) sowie 13 Arten nach Anhang II auf. Das Nationalpark-Teilgebiet „Serrahn“ beherbergt einen der landesweit größten geschlossenen naturnahen Buchenwaldkomplexe und weist als weitgehend ungenutzte und störungsarme Wald-, Gewässer- und Moorlandschaft eine hohe Arten- und Lebensraumvielfalt auf, die im Interesse der Wahrung der biologischen Vielfalt erhalten werden soll.

Zu den bedeutendsten Lebensraumtypen gehören Seen und Kleingewässer unterschiedlicher Nährstoffausstattung, die in die strukturreichen Wälder eingebettet sind. Beispielhaft für Mecklenburg-Vorpommern ist das Vorkommen zahlreicher nährstoffarmer bis mäßig nährstoffreicher kalkhaltiger Stillgewässer (LRT 3140), die als sogenannte Klarwasserseen durch hohe Sichttiefen geprägt sind und damit einer Vielzahl seltener Tier- und Pflanzenarten Lebensraum bieten. Schweingarten- und Plasterinsee sind Beispiele für diesen Seentyp. Die mehr als 90 Kleingewässer in Wald und Ackerland sind überwiegend den natürlichen eutrophen Seen (LRT 3150) zuzuordnen.

Typisch für kleinflächige vermoorte Geländesenken im FFH-Gebiet ist die Ausprägung von intakten Kesselmooren, die zu den Übergangs- und Schwingrasenmooren (LRT 7140) zählen. Darin auftretende Moorgewässer werden den dystrophen Seen und Teichen (LRT 3160) zugeordnet. Auch der Lebensraumtyp der Torfmoor-Schlenken (LRT 7150) ist vereinzelt vorhanden.

Entsprechend der Lebensraumausstattung im FFH-Gebiet DE 2645-301 sind seltene und spezialisierte Tierarten der Gewässer und Moore sowie der Wälder verbreitet. Dazu gehören insgesamt 13 Arten nach Anhang II der FFH-Richtlinie. Zu nennen sind insbesondere Fischotter und Biber, Kammmolch und Rotbauchunke, die Fischarten Steinbeißer und Schlammpeitzger, Insekten wie Eremit und Große Moosjungfer sowie die Fledermausarten Großes Mausohr, Mops- und Teichfledermaus.

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